Pharmazeutische Betreuung durch unser Apothekenteam bedeutet ein Höchstmaß an Beratung und Dienstleistung.
Wir sind Mitglied im Deutschen Diabetiker Bund und über unsere Dachmarke Linda angeschlossen an das Diabetes-life-Konzept.
Durch häufige Schulungen sind wir immer auf einem aktuellen Wissensstand und können Ihnen mit Vorführgeräten die Handhabung
vieler Hilfsmittel zeigen. Als besonderen Service bieten wir allen Verwendern von Blutzuckermessgeräten der Firma Roche
( Accu Chek ) an, von ihren gespeicherten Messwerten verschiedene Auswertungen per Computer zu erstellen. Die gespeicherten
Werte werden per Infrarotschnittstelle in den Computer eingelesen und es werden verschiedene Grafiken erstellt wie Gesamtverlauf,
Tagesverlauf oder Wochenverlauf.
Der Arzt kann sich so einen genaueren Überblick über ihre Blutzuckerwerte verschaffen und eventuell die Medikation verbessern.
In regelmäßigen Abständen veranstalten wir mit verschiedenen Firmen Diabetikerwochen, bei denen zusätzliche Materialien und Infos
zur Verfügung stehen.
Tag für Tag werden in Deutschland rund tausend Typ-2-Diabetiker neu entdeckt. Manche haben schon geahnt, dass es sie irgendwann
„erwischt“, etwa weil Vater oder Mutter auch Diabetes hatten. Andere werden von der Diagnose völlig überrascht. Denn im Gegensatz
zum Typ-1-Diabetes, der mit Symptomen wie extremer Durst und starker Harndrang auftritt, kommt der Typ-2-Diabetes recht undramatisch
daher. Oft fühlt man sich durch die hohen Blutzuckerwerte zwar müde und schlapp, aber dafür kann es schließlich viele andere Gründe
geben. Früher wurde der Typ-2-Diabetes häufig als harmloser Alterszucker abgetan. Inzwischen hat sich diese Ansicht gründlich
geändert. Zum einen, weil auch immer mehr junge Menschen daran erkranken. Zum anderen, weil man weiß, dass erhöhte Blutzuckerwerte
Gefäße und Nerven angreifen und zahlreiche Folgekrankheiten wie Herzinfarkt, Schlaganfall oder Nierenversagen verursachen. Muss man
nach der Diagnose also sein ganzes Leben umkrempeln, um solche Folgen zu verhindern?
Während man noch darüber nachdenkt wie es jetzt wohl weitergeht, prasseln oft schon jede Menge Ratschläge auf einen ein. Von Angehörigen,
Bekannten oder vom Arzt. Auf einen Rat sollte man auf jeden Fall hören: möglichst bald nach der Diagnose eine Diabetes-Schulung besuchen.
Dort bekommt man die nötigen Fähigkeiten vermittelt, um im Alltag mit der Krankheit klarzukommen. Und natürlich Antworten auf viele
brennende Fragen, die einem als frisch diagnostizierten Typ-2-Diabetiker auf dem Herzen liegen. Einige der wichtigsten haben wir für Sie
zusammengefasst.
Habe ich überhaupt Diabetes?
Die Diagnose Diabetes steht fest, wenn der Arzt beim nüchternen Patienten im venösen Blutplasma an zwei Tagen einen Zuckergehalt von 126 mg/dl (7,0 mmol/l) oder höher misst. Gesunde Menschen haben einen Nüchternwert unter 100 mg/dl (5,6 mmol/l). Wenn die Nüchternwerte keine eindeutige Diagnose ermöglichen, hilft ein Glukosebelastungstest beim Arzt: Steigt der Blutzucker zwei Stunden nach dem Trinken einer bestimmten Menge Zuckerlösung auf 200 mg/dl (11,1 mmol/l) oder höher, liegt ebenfalls ein Diabetes vor.
Sind erhöhte Blutzuckerwerte wirklich so schlimm? Ich fühle mich gar nicht krank!
Das tückische am Typ-2-Diabetes ist, dass er lange keine Beschwerden macht und oft viele Jahre unerkannt bleibt. Wer nicht das Glück hat, dass sein Diabetes frühzeitig entdeckt wird, spürt ihn oft später umso heftiger. Nämlich dann, wenn die hohen Zuckerwerte Gefäße oder Nerven geschädigt haben. Schlimmstenfalls erfährt man erst nach einem Schlaganfall oder Herzinfarkt von seinem Diabetes. Jeder dritte Infarkt-Patient hat einen unbekannten Diabetes. Sind Blutzucker-, aber auch Blutfett- und Blutdruckwerte von Anfang an gut eingestellt, hat man gute Chancen, sich vor solchen Folgen zu schützen.
Was ist der Grund, dass ich Diabetes bekommen habe?
Typ-2-Diabetikern wird oft unterstellt, sie seien selbst schuld an ihrer Krankheit, weil sie sich zu wenig bewegen und zu dick sind. „Stimmt nur zum Teil“, sagt die Münchner Diabetologin Dr. Diana von Welser. „Auch die Gene spielen eine wichtige Rolle.“ Hat ein Elternteil Diabetes, beträgt die Wahrscheinlichkeit, dass man bei ungesunder Lebensweise ebenfalls erkrankt, bis zu sechzig Prozent.“
Ist Typ-2-Diabetes heilbar?
Wenigstens einen Vorteil gegenüber anderen Erkrankungen hat es, wenn man an Typ-2-Diabetes erkrankt ist: Man kann selbst viel dafür tun, seine Blutzuckerwerte zu verbessern. Wer sich regelmäßig bewegt und Übergewicht abbaut, sorgt dafür, dass das Hormon Insulin den Zucker besser aus dem Blut in die Zellen schleust. Dadurch können sich die Blutzuckerwerte, vor allem im Anfangsstadium der Krankheit, wieder normalisieren. „Geheilt“ ist man damit zwar nicht, der Diabetes ist aber zurückgedrängt. Zumindest vorläufig. Denn im Laufe der Jahre lässt die Insulinproduktion der Bauchspeicheldrüse nach. Dann steigt der Blutzuckerspiegel und die Therapie muss entsprechend angepasst werden.
Links zum Thema:
Deutsche Diabetes Gesellschaft
Diabetes Ratgeber
Deutscher Diabetiker Bund