- "Altlasten" - Gefahr für die   Gesundheit?

- Was sind Wohnraumgifte?

- Ist Ihre Wohnung mit   Giftstoffen belastet?

- Untersuchungsmöglichkeiten

- Unser Test

In unserem Testset befindet sich ein Proberöhrchen, in dem eine mit dem Staubsauger gesammelte Probe abgefüllt werden kann.

Die Probe wird auf PCP, Lindan, Permethrin, Benz-a-Pyren und 6 Leit-PCB untersucht.

Darüber hinaus findet ein Screening auf weitere Schadstoffe statt, deren Werte nur über einer Belastungsgrenze von 1 mg/kg angegeben werden.

Raumduft

"Altlasten" - Gefahr für die Gesundheit?

Chemikalien haben sich für den Menschen als durchaus nützliche Stoffe erwiesen. Mit dem Beginn der modernen Chemie hat sich die Anzahl der Verbindungen explosionsartig vermehrt. Manche Verbindung, deren Eigenschaft sich auf den ersten Blick als positiv darstellte, zeigte gerade in der langfristigen Wirkung auf die Menschen krankmachende oder sogar tödliche Wirkung.

Ein Beispiel hierfür ist der zunächst völlig sorglose Umgang mit DDT. Erst viel später zeigte sich, dass dieses Mittel auch dem Menschen und der Umwelt langfristig schadet.


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Was sind Wohnraumgifte?

Unter Wohnraumgiften versteht man organische Verbindungen mit denen Baumaterialien belastet sein können und die eine giftige Wirkung auf die Bewohner entfalten können. Aufgrund des niedrigen Dampfdrucks entweichen diese Stoffe meist nur sehr langsam, dafür aber z.T. über sehr lange Zeiträume. Die Stoffe sind aufgrund der geringen Raumluftkonzentration oder durch Gewöhnung geruchlich häufig nicht wahrnehmbar. In den menschlichen Organismus gelangen die Gifte über die Lunge über den Magen-Darm-Trakt und über die Haut. Da alle Fette diese Stoffe geradezu magisch anziehen, reichern sich diese Stoffe auch gerne in fetthaltigen Lebensmitteln an und werden beim Verzehr über den Darm aufgenommen. Über das Blut gelangen die Stoffe in die Zielorgane Leber, Nieren und Gehirn. Daneben stellt das Körperfett einen sehr guten Speicher dar. Das Gift kann über die Muttermilch auch an Babys weitergegeben werden, weswegen das Stillen einige Zeit lang umstritten war.

Die Bereiche, in denen diese Chemikalien eingesetzt wurden und z.T. immer noch werden, sind vielfältig. Man findet sie in Holzschutzmitteln, Klebern, Farben, Kunstharzen, z. B. für Spanholzplatten (Phenol/Formaldehyd), Weichmacher für PVC, elektronischen Bauteilen etc. Die Wirkungen stellen sich z.T. erst nach einer langfristigen Exposition ein.

Wie sehen die Gesundheitsstörungen aus?

Die Symptome gesundheitlicher Störungen durch Raumluftbelastungen können vielfältig sein. Sie reichen von Reizungen, Allergien und Störungen der Psyche und des Nervensystems bis hin zu Krebs. Auch Auswirkungen auf das Immunsystem und die Fruchtbarkeit konnten nachgewiesen werden.

Als Oberbegriff für die erworbenen rezidivierenden Symptome vorzugsweise an mehreren Organsystemen wurde der Begriff "MCS" (Multiple Chemical Sensitivity) geprägt (1987 Cullen).
Typische Symptome für eine Holzschutzmittelbelastung sind:

  • Internistisch:
    Schwellungen im Gesicht, Allergien, chronische Bronchitis, Fieberschübe, rheumatoide Erkrankungen.
    Psychiatrisch und psychomotorisch: Depressionen, Schlafstörungen, Benommenheit, Antriebsstörungen , Konzentrationsmangel.

  • Neurologisch:
    Kopfschmerzen, Schwindel, Gangunsicherheit, herabgesetzte Nervenleitgeschwindigkeit, Sensibilitätsstörungen, Parästhesien.

  • Pyrethroide wie das Mottenschutzmittel Permethrin wirken als Nervengift:
    Es kommt zu Krämpfen, Lähmungen oder zu einer Übererregbarkeit. Da die Aufnahme hauptsächlich über den Staub erfolgt, können nach kurzer Zeit Hautallergien sowie Reizungen der Augen und der oberen Atemwege auftreten. Als Symptome einer Langzeitwirkung sind Parästhesien wie Kribbeln, Taubheitsgefühl und Schwindelgefühl bekannt.

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Ist Ihre Wohnung mit Giftstoffen belastet?

Die meisten Raumluftgifte zeigen schon weit unterhalb der Schwelle, ab der wir sie riechen können, ihre gesundheitsschädlichen Auswirkungen. Es gibt jedoch Indizien, die auf eine mögliche Belastung hinweisen. Das sind z. B. großflächige Holzverkleidungen, die gerade in den siebziger und achtziger Jahren mit Holzschutzlasuren behandelt wurden. Diese Lasuren enthielten oftmals PCP (seit 1989 in Deutschland verboten) und Lindan als Schutz vor Holzwürmern oder Schimmel. Dergleichen Maßnahmen bei Innenraumhölzern sind im Übrigen vollkommen überflüssig, da ein "Befall" von Hölzern unterhalb eines Feuchtegehalts von 20% praktisch ausgeschlossen ist.

Neben dem "Holzschutz" sollten auch früher verwendete Fugendichtmitteln (Plattenbauten etc.) und Kondensatoren z. B. in alten Beleuchtungseinrichtungen misstrauisch machen. Benz-a-pyren ist eine Leitsubstanz für die große Gruppe der meist krebserregenden Polycyclischen Aromatischen Kohlenwasserstoffe (PAK). Die PAK kommen vor allem im Teer vor. In Wohnungen finden sie sich folglich immer dann, wenn dort starke Raucher wohnen. Bis in die sechziger Jahre wurde weiterhin Teer zum Verkleben von Parkett verwendet. Im Laufe der Zeit versprödet dieser Parkettkleber allerdings oftmals. Dadurch können PAK-haltige Teerpartikel durch die Ritzen des Parketts in die Raumluft gelangen. Bei losen Parkettplatten kann beim Begehen eine "Pumpwirkung" festgestellt werden, durch die der Staub hochgewirbelt wird. Besonders am Boden spielende Kinder können betroffen sein.
Selbst ein Teppich mit Wollsiegel kann aufgrund der "Mottenschutzbehandlung" mit Pyrethroiden eine Gesundheitsgefahr darstellen.

Weitere Gefahren können von PVC-Weichmachern , z.B. in Bodenbelägen, Kabelummantelungen, Beschichtungen, Fenster- und Türprofilen etc. ausgehen. Grundsätzlich sollte alles Verdacht erregen, was dauerhaft merkwürdig chemisch riecht.

Neben den genannten Indizien sollten alle Gesundheitsstörungen (MCS), die nicht eindeutigen Ursachen zuzuordnen sind, misstrauisch machen. Die Frage, ob eine Belastung mit Raumluftgiften vorliegt, lässt sich abschließend nur durch eine chemisch-analytische Untersuchung beantworten.


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Untersuchungsmöglichkeiten

Es gibt zwei Möglichkeiten eine Raumluftuntersuchung vorzunehmen:

  • Die Luftschadstoffe eines definiertes Luftvolumen werden mit Absorberröhrchen gesammelt und mittels GC/MS untersucht. Hierbei sollte bedacht werden, dass z.T. sehr große Schwankungen der Schadstoffe in der Raumluft vorkommen. Die enge Begrenzung des Untersuchungszeitraums kann dadurch zu falschen Beurteilungen führen.

  • Das von uns durchgeführte Verfahren: Die Untersuchung von Staubproben, die leicht durch Staubsaugen gewonnen werden können, bietet ein einfaches und verläßliches Verfahren, um eine Abschätzung der Raumluftbelastung mit schwerflüchtigen Schadstoffen vorzunehmen. Es gibt zwar noch keine verbindlichen Grenzwerte, nach Expertenmeinung sollte die Belastung aber jeweils unter 1 mg/kg Hausstaub liegen.

Es handelt sich um ein Screening auf schwerflüchtige organische Giftstoffe, die gerne an den Hausstaub binden. Untersucht werden Leitsubstanzen, d.h. Substanzen, die bei erhöhtem Vorkommen auch auf ein Vorkommen anderer, häufig noch gefährlicher, Verbindungen schließen lassen.

Beispiel: Bei einer erhöhten Konzentration von PCP (Pentachlorphenol) ist auch von der vermehrten Anwesenheit von Dioxinen auszugehen. Diese Dioxine entstehen bei der Herstellung von PCP als Verunreinigungen und sind noch bedeutend gefährlicher. Was ist zu tun, wenn eine Belastung festgestellt wurde?


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Unser Test

In unserem Testset befindet sich ein Proberöhrchen, in dem eine mit dem Staubsauger gesammelte Probe abgefüllt werden kann. Die Probe wird auf PCP, Lindan, Permethrin, Benz-a-Pyren und 6 Leit-PCB untersucht. Darüber hinaus findet ein Screening auf weitere Schadstoffe statt, deren Werte nur über einer Belastungsgrenze von 1 mg/kg angegeben werden.


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