- Einleitung

- Zecken

- Borrelioseerkrankung

- Nachweis mittels PCR

- Was tun

- Dauer der Laboruntersuchung

Zeckentestset:
Nach Eingang der Probe bei uns wird Ihnen innerhalb von 3 Werktagen das Ergebnis nach Wunsch per e-Mail, Fax oder Post mitgeteilt
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Zeckentest B

Bei unserem Apotheken-Labor Zeckentest B prüfen wir Zecken auf Borreliose-Erreger. Für Betroffene, die von einer Zecke gestochen wurden, bedeutet dies schnelle Information über die mögliche Infektion der Zecke mit Borrelien ein sicheres Ergebnis durch eine DNA-Untersuchung der Zecke
sofortige Behandlungsmöglichkeit bei positivem Befund
Vermeidung schwerwiegender Folgen einer nicht erkannten Borreliose.

Einleitung

Willi Burgdorfer entdeckte 1981 die Erkrankung der Borreliose, die als Borrelia burgdorferi bezeichnet wird und durch Zecken, in Deutschland vor allem durch Ixodes ricinus (Holzbock), übertragen werden.

Lyme-Borreliose ist die häufigste von Zecken übertragene Krankheit. Daneben sind Zecken Träger von weiteren Krankheiten, unter anderem der Frühsommer-Meningo-Encephalitis (FSME), Babesiose, Bartonellose und Ehrlichiose. Die Borrelioseerkrankung zeigt ein sehr vielseitiges Erscheinungsbild. Neben der Haut können Nervensystem, Bewegungsapparat und Herz betroffen sein. Die Krankheit ist schwierig zu diagnostizieren und die Labortests sind beim Menschen nicht immer zuverlässig. Lyme-Borreliose ist im Frühstadium gut behandelbar, obwohl es selbst dann noch zu chronischen Verläufen kommen kann. In späteren Stadien wird die Behandlung bedeutend schwieriger. Viele Patienten können sich nicht an einen Zeckenstich erinnern. Bei Diagnose im frühen Stadium sprechen viele gut auf antibiotische Behandlung an, während die Symptome der späten Stadien durch die Antibiotikatherapie nur wenig beeinflusst werden. Das Ziel ist die schnelle Diagnose und somit die Verhinderung von Spätfolgen. Einen schnellen Nachweis der Borrelien in der Zecke ermöglicht unser Zeckentest B.


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Zecken

Es gibt weltweit mehr als 850 Zeckenarten. Zecken kommen überall bis zu einer Höhe von ca. 1500 m über dem Meer vor. Der bevorzugte Lebensraum sind Laubwälder mit üppigem Unterholz, Waldränder und Waldwege. In Hausgärten und reinen Nadelwäldern sind Zecken eher selten. Zecken fallen nicht von den Bäumen! Die Gefahr von Zecken befallen zu werden ist im Frühjahr - etwa Februar bis Mitte Juni - und Herbst - Mitte August bis Oktober - am größten.
Die Zecken besitzen einen Rüssel, das sogenannte Hypostoma, mit dem sie sich in die Haut bohren.

Mit Hilfe vieler kleiner Zähne, die als Widerhäkchen dienen, halten sie sich in der Haut fest und lassen sich daher nur schwer wieder herausziehen. Beim Stich sondern sie eine betäubende Substanz ab, so dass dieser häufig nicht bemerkt wird. Die Übertragung der Borrelien erfolgt nach Beginn des Saugaktes der Zecke. Wann genau die Borrelien übertragen werden, ist je nach Zecke unterschiedlich.


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Borrelioseerkrankung

Die Borrelioseerkrankung zeigt ein sehr vielseitiges und häufig unspezifisches Erscheinungsbild, was die Diagnose oftmals verzögert. Man unterscheidet drei Krankheitsstadien. Das erste Krankheitszeichen ist häufig eine örtliche Entzündung der Haut. An der Stichstelle entsteht nach wenigen Tagen eine Rötung, die sich ausdehnt und ringförmig wird. Diese Hauterscheinung tritt allerdings nur bei etwa 30% der Patienten auf und ist oft in den Kniekehlen, am Bauch oder an den Schultern lokalisiert. Gleichzeitig können auch grippeartige Symptome vorhanden sein. Das erste Krankheitsstadium heilt meist von alleine innerhalb von Tagen bis Wochen aus. Trotzdem ist eine Behandlung mit Antibiotika angezeigt, um eine Ausbreitung des Erregers auf andere Organe zu verhindern.

Bei einem Teil der Patienten kommt es nach Wochen oder Monaten durch Befall weiterer Organe zum zweiten Krankheitsstadium. Dabei werden die Gelenke (vor allem die Kniegelenke), das Nervensystem (Hirnhaut, Gehirn, Gesichtsnerven), die Haut (Schwellungen, etc.) betroffen. Werden diese Erkrankungen nicht rechtzeitig erkannt und mit Antibiotika behandelt, können chronische Schädigungen z.B. Arthrosen, Hautatrophien, zurückbleiben (Stadium III).


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Nachweis mittels PCR

PCR bedeutet Polymerase Chain Reaction (Polymerase-Kettenreaktion) und ist ein Verfahren mit dem z.B. genetische Fingerabdrücke in der Kriminalistik oder Vaterschaftstests erstellt werden. Prinzipiell werden kleine Abschnitte der Erbsubstanz (DNA) isoliert, vervielfältigt und miteinander verglichen. Im Fall unseres Zeckentest B wird nach DNA-Fragmenten der Borrelien gesucht.

Mit der PCR gelingt der Nachweis der Infektion einer Zecke mit Borrelien-DNA. Dadurch können wichtige Informatioen und Zeit im Frühstadium der Krankheit gewonnen werden. Abgesammelte Zecken sind bei positivem Befund eine sehr gute Entscheidungshilfe für eine in Erwägung gezogene Behandlung mit Antibiotika. Die Sensitivität des PCR-Erregernachweises direkt aus der Zecke ist sehr hoch, sicher und aussagekräftig. Werden Borrelien bei der Zecke nachgewiesen, ist unbedingt ein Arzt aufzusuchen. Bei einem positiven Befund kann eine Übertragung des Erregers von der Zecke auf den Menschen stattgefunden haben. Die Übertragung der Borrelien von der Zeckeauf den Wirt ist abhängig von der Dauer des Saugvorganges bzw. ob die Zecke sachgemäß entfernt wurde. In welchem Umfang bei einem positiven Befund Maßnahmen zu ergreifen sind, muss der Arzt entscheiden.


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Was tun

Zecken sollten möglichst rasch entfernt werden, da mit zunehmender Saugdauer die Gefahr einer Übertragung von Erregern der Borreliose steigt. In der Haut fest sitzende Zecken sind mit ihrem Stech-Saugrüssel dübelartig in der Haut verankert. Sie können selbst nicht schnell loslassen und müssen herausgezogen werden. Benutzen Sie zum Herausziehen der winzigen Nymphen eine feine Pinzette. Die Zecken sollten dabei möglichst nahe an der Einstichstelle mit einer Pinzette oder den Fingernägeln durch vorsichtiges Ziehen entfernt werden. Ein Quetschen oder Zerdrücken der Zecke sollte unbedingt vermieden werden, da dadurch die Gefahr besteht, erregerhaltiges Material in die Stichwunde zu drücken.

Die Verwendung von Öl, Klebstoffen, Nagellack oder Hitze sollte unterbleiben, da das eher nachteilige Wirkungen hat. Hilfreich ist das Auftropfen von Kältespray. Die Zecke und die dortige Hautstelle wird für etwa eine halbe Minute tiefgefroren. In dieser Zeit lässt sich die gefrorene Zecke leicht und ohne gequetscht zu werden herausziehen. Bricht der Saugrüssel der Zecke ab, ist das nicht schlimm. Er verbleibt als ungefährlicher kleiner Splitter noch eine Weile in der Haut und wird später abgestoßen.

Nach Entfernen der Zecke sollte die Stichstelle (evtl. leichte Rötung) gründlich desinfiziert und noch einige Zeit beobachtet werden. Bei Auftreten irgendwelcher Veränderungen sollte man den Hausarzt konsultieren.

So gehen sie beim Zeckentest B vor

Entfernen Sie die Zecke wie oben beschrieben. Wenn Sie sich unser Testset schon in Ihrer Apotheke besorgt haben, geben Sie die Zecke in das beiliegende Proberöhrchen. Ansonsten verwahren Sie die Zecke in einem Gefäß, aus dem sie nicht entkommen kann.

Nachdem Sie sich das Zeckentestset in Ihrer Apotheke besorgt haben, überführen Sie die Zecke in das beiliegende Proberöhrchen. Eine ausführliche Anleitung zur Durchführung des Tests finden Sie auf der Rückseite des Probebegleitscheins im Testset.

Wichtiger Hinweis: Die Probe kann auch aus mehreren Zecken bestehen. Die Zecken werden dann gemeinsam untersucht, d.h. es wird auch nur ein Gesamtergebnis erstellt.


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Dauer der Laboruntersuchung

Nach Eingang der Probe bei uns wird Ihnen innerhalb von 3 Werktagen das Ergebnis nach Wunsch per e-Mail, Fax oder Post mitgeteilt.
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